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Es sind immer die Veränderungen – tatsächliche oder erwartete – die Menschen dazu veranlassen, sich zu kümmern. So war es auch beim Winterhuder Bürgerverein. Nach dem deutsch-französischen Krieg befand sich Deutschland in einer rasanten wirtschaftlichen Aufstiegsphase – nicht zuletzt übrigens finanziert aus den hohen Reparationsleistungen, die Frankreich zahlen musste. Die Einwohnerzahl Winterhudes, bis dahin eher ein stiller Vorort, stieg rasch an, viele neue Gebäude und Wirtschaftsbetriebe entstanden. 1872 beschlossen dann neun Winterhuder Bürger, einen Verein zu gründen, um sich dort gemeinsam mit diesem starken Wandel des Stadtteils, also mit kommunalen Fragen zu befassen. Aber auch gesamtstädtische Angelegenheiten sollten dort beraten werden. Wichtig waren, wie heute auch, die „gesellige Unterhaltung“, also ... mehr Respekt – alltäglicher Beitrag für Frieden in unserer Gesellschaft. In diesen Tagen bereiten wir uns auf Weihnachten vor. Auch viele Menschen, die keine Christen sind, feiern das Fest der Liebe und des Friedens; denn die Wünsche danach und die damit verbundenen Werte sind universell. Da trifft uns die Nachricht vom rechten Terror. Überraschend? Nicht wirklich, denn fast 150 Opfer der Nazimörder waren in den vergangenen Jahren zu beklagen. Nur wollten wir dieses nicht zur Kenntnis nehmen. Gegen die unglaubliche Menschenverachtung dieser Taten können wir Zeichen setzen. Das müssen keine spektakulären Lichterketten sein. Wichtiger scheint mir, dass wir im Alltag aufmerksam sind und nicht wegschauen, dass wir uns zu Wort melden, ... mehr Eine Zeitlang konnte man den Eindruck gewinnen, dass der Einsatz für das Gemeinwohl in unserer Gesellschaft trotz der schönen Sonntagsreden eher geringschätzig betrachtet wird. Menschen, die sich für andere Menschen, für Ihren Stadtteil oder z.B. für den Jugendsport einsetzen, galten Manchen als weltfremd. Eigennutz, ja offener Egoismus galt oftmals als „cool“, mindestens aber als Ausdruck von Realismus. Aber ist das nicht eher ein Ausdruck von Vereinzelung, Bindungsmangel und Verantwortungslosigkeit? Das Zocken an den Finanzmärkten nimmt zwar wieder zu. Trotzdem scheint es einen Sinneswandel zu geben. Die Bürgerinnen und Bürger wollen keine Steuersenkungen, sondern soziale Sicherheit und gute staatliche Leistungen für alle Menschen. Sie unterstützen die zahlreichen Vereine und Einrichtungen, die ... mehr |

